Wir über uns

 

Bereits kurz nach dem zweiten Weltkrieg im Jahre 1947 versuchten Tui Sorg, Helene und Werner Kessler, Bertold Schwarz, Christina Schmidt und andere das karnevalistische Brauchtum in Altenkessel wieder einzuführen. Dies war noch kein organisierter Verein, sondern nur ein Zusammenkommen einzelner Personen aus Spaß an der Freude um  Frohsinn und Heiterkeit unter der Altenkessler Bevölkerung zu verbreiten und die "fünfte Jahreszeit" einzuschwören.

Ein Jahr später 1948 versuchte der damalige Gemeindebaumeister Alois Stenger, der Schreinermeister Anton Jakobs, sowie Kurt Brill und Willi Schmidt den Karnevalsverein "So war noch nix" zu gründen. Dafür veranstalteten sie sogenannte Kappensitzungen  in den Lokalen Alfred Thiel (Gerhardstraße), Simmets Wirtschaft  (Mittelstraße), Kissingers Wirtschaft (Moritz-Wilhelm-Straße), Stakebrand(Bäckerei Schilb Großwaldstraße), Lokal Knopp (Provinzialstraße) und im Vereinshaus  (Donauer, Ecke Allee-Burbacher Straße).  Dieser wohlgemeinte Versuch sich karnevalistisch zu organisieren scheiterte doch nach wenigen Jahren, wegen mangelnder Unterstützung der beteiligten Vereine. Trotzdem starb der Fasching in Altenkessel nicht ganz aus, weil der Verkehrs- und Verschönerungsverein Altenkessel (VVA) auswärtige Karnevalsgesellschaften in die heimischen Säle führte und Prunksitzungen abhielt. Es gelang dem VVA, aus Vertretern der hiesigen Vereine, einen Elferrat zusammenzustellen, der bei diesen Veranstaltungen immer zugegen war. Die Elferratsmitglieder arbeiten mit dem VVA unter seinen Vereinen eng zusammen und wirkten auf das Zusammenkommen einer Altenkessler Karnevalsgruppe hin. Diese Gruppe wurde 1967 vom VVA als eigene Spate gegründet. Verantwortlich hierfür waren der damalige Bürgermeister Ludwig Kaden, das Gemeinderatsmitglied Albert Wack, der ehemalige Vorsitzende des VVA Vallentin Thiel und sein Nachfolger Heinz Ettelbrück. Sie stellten mit Hilfe der Turn-, Gesangs- und Theatervereine und Büttenrednern ein eigenes Programm zusammen und stellten dieses dem närrischen Volk von Altenkessel vor. Karl-Heinz Becker der ehemalige Prinz und Ehrenpräsident der traditionellen Burbacher Karnevalsgesellschaft "Mir sin do" wurde mit der Leitung und Organisation der Karnevalsgruppe und Organisation beauftragt. Als Elferratspräsident wurde Willi Bachelier von der Karnevallsgesellschaft "Ludweiler Beeles" gewonnen. Ab November 1967 stellte sich diese Karnevalsgruppe im Lokal Donauer seinem närrischen Publikum für die Session 1967/68 mit dem Motto "Im Zeichen der Improvisation" vor. Wegen des großen Erfolgs fühlten sich alle Akteure ermutigt 1968 ein eigenes, großes, komplettes Programm aufzustellen. Hierfür zog man in der Session 1968/69 nach umfangreichen Planungs- und Vorbereitungsarbeiten des VVA und den örtlichen Sport und Kulturtreibenden Altenkessler und Rockershausener Vereine in den größten Saal des Ortes, in die Jahnturnhalle  (Altenkessel). Das Publikum war begeistert, Altenkessel hatte endlich seinen eignen Karneval.
Walter Götz, Leiter der Musikvereinigung Altenkessel, komponierte dafür eigens den Karnevalsschlager "Schatz beiß mal in mei Würstche " und sogar Bürgermeister Ludwig Kaden stieg in die Bütt.

Wenn man die Karnevalsgruppe zu diesem Zeitpunkt mit einem Kind vergleicht, das sich zur vollen Zufriedenheit prächtig entwickelt hatte, dann war es wohl höchste Zeit diesem Kind ab der Session 1969/70 auch einen Namen zu geben. Man taufte die Gruppe, auf den von Rita Engel vorgeschlagenen Namen " DIE KESSELFLICKER ".

Zwei weitere Höhepunkte dieser Session, war dass zum ersten ein Prinzenpaar vorgestellt wurde, nämlich Prinzessin Uschi I von Sandhübel (Ursula Kläser) und Prinz Jürgen I vom Kühlenbrünnchen ( Jürgen Ney) und zum zweiten wurde durch Bernhard Becker der erste eigene Elferratspräsidenten gefunden. Auch zu dieser Session komponierte Walter Götz einen Schlager mit dem Titel "Da gibt's kein Utsch, da gibt's kein Weh die schönste Stadt im Land - Neutopfstadt am See". Wieder wurden die Herzen des närrischen Volkes im Sturm erobert.

Am Fastnachts-Samstag 09.02.1970 zogen die Akteure schwer bewaffnet mit einer Konfettikanone zum Rathaus, um dieses erstmals zu stürmen. Rund 2000 Narren sollen es gewesen sein, die den Kesselflickerzug zur "Front" begleiteten und mithalfen den Widerstand der Ratsherren zu brechen.

Nachdem der Verein zuerst einige Jahre an Rosenmontag mit seinen Mitgliedern durch Altenkessel zog, hat man es vorgezogen, beim Rosenmontagsumzug mit einem eigenen Wagen und mehreren Fußgruppen, beim Burbacher Umzug dabei zu sein.

Bis heute erfreut sich der Verein eines allgemeinen großen Beliebt- und Bekanntheitsgrades, auch weit über die Grenzen ihres Stadtteiles hinaus.

Förderung der Jugend, Frohsinn vermitteln, Geselligkeit bieten und Brauchtum pflegen, dass sind die Ziele der Kesselflicker, die bis heute traditionell gepflegt werden.